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Andi Bachner im Gespräch

0 Kommentare 📁 Aktionen, Allgemein 🕔16.Juni 2017
Andi Bachner im Gespräch

Trials.at:
Du zählst mittlerweile zu den größten Offroadhändlern im deutschsprachigen Raum, wie hast Du das geschafft?

Andi:
Das Interesse am Motorsport, insbesondere am Trialsport, besteht seit Kindheit.  Die fachliche Kompetenz habe ich mir im Laufe der Jahre erarbeitet, schließlich bin ich auch gelernter Motorradmechaniker, mein früherer Chef und Lehrherr war selbst Jawa Werksfahrer. Schon in den 70er Jahren schraubte ich neben Moto Morini auf Montesa, Ossa und anschließend auf Fantic.

Trials.at:
Wann hast Du mit Deiner Selbständigkeit begonnen?

Andi:
Die Schrauberei als Nebenbeschäftigung wurde einfach zu viel, so beschloss ich im Jahr 2000 das Ganze hauptberuflich zu machen. Begonnen haben wir nur mit Trial, aber rasch kamen Enduros dazu und schließlich erfolgte auch eine Personalaufstockung auf 6 Leute . Mittlerweile haben wir einige Lehrlinge erfolgreich als Zweiradtechniker ausgebildet, der letzte hat die Lehrabschlussprüfung sogar mit Auszeichnung bestanden.

Trials.at:
Du importierst Vertigo für Österreich und Deutschland  – wie kam es dazu ?

Andi:
Seit 2001 sind wir Importeur für die Trialbike-Marke Monty und von da an hatten wir stets intensiven Kontakt zur Trialszene in Spanien. Der Kontakt zu Manel Jane, dem weltweit führenden Erzeuger von Kindersitzen und Kinderwagen, besteht schon länger und wurde durch das Projekt „Vertigo“ intensiviert. Er brauchte keine Investoren, bezahlte alles aus seiner eigenen Tasche, wichtig war und ist für ihn, das beste Motorrad zu bauen, wobei Geld Nebensache war. Er ist selbst passionierter Trialfahrer, Sammler von Trialmotorrädern und Betreiber eines eigenen Trialmuseums, nennt er noch 1000ha genehmigtets Trialgelände Noassar (1. WM Lauf 2017) sein eigen, auf dem auch sein Hotel mit Haubenrestaurant (Puig Franco) steht.
Um die Kinderkrankheiten schon in der Anfangsphase gering zu halten, wurde mit kleinen Serien begonnen, sodass verschiedene Zulieferanten auf gleichbleibende Qualität in der Serie getestet werden konnten.

Trials.at:
Vertigo hat ja den deutschen Designpreis gewonnen, was ist sonst noch so besonders an diesem Motorrad ?

Andi:
Es gibt heute fast kein schlechtes Trialmotorrad mehr. Alle sind für einen Laien ziemlich ähnlich und trotzdem gibt es große Unterschiede in der Motorcharakteristik, sowie in der Rahmengeometrie. Vertigo hat versucht, und ich glaube auch geschafft, ein extrem einfach zu fahrendes Motorrad zu bauen, hat das Wissen, dass man vor ca. 10 Jahren noch nicht gehabt hat genutzt und eine Technik angewendet, die in anderen Motorsportarten seit Langem Verwendung findet.
Herausgekommen ist: Wahnsinns-Traktion, ein irrsinnig stabil zu fahrendes Motorrad, das trotzdem leicht in die Kurven fällt, ein Motor mit linearer Kraftentfaltung, das sich je nach Gangwahl den Gegebenheiten anpasst. Darüber hinaus kann der Fahrer über vier verschiedene Mappings seine individuelle Einstellung wählen.
Durch konstante Motortempe ratur, möglich durch die elektrische Wasserpumpe, sowie der Einspritztechnologie steht permanent mehr Leistung zur Verfügung. Allein bei der 250er sind es 8PS mehr als der Mitbewerb.
Ich kann nur Jedem zu einer Probefahrt raten, das wird überzeugen.

Trials.at:
Ihr habt ja in Retz während des Bewerbes eine Kupplung zerlegt – was habt Ihr da gemacht ?

Andi:
Dieses Teil lässt sich für einige andere Marken als Zubehör erwerben – ist bei der Vertigo serienmäßig. Mit einer dreifach verstellbaren Kupplung, genauso haben es die letzten Modelle von KTM und Husqvarna, kann die Charakteristik der Kupplung schnell verändert werden. Da es in Retz während des Rennens zu regnen begonnen hat, wollte der Fahrer, dessen Kupplungseinstellung eher „indoormäßig“ war, wieder eine sanfte Charakteristik haben. Der Zeitaufwand betrug nur ca. 10 Minuten und in der nächsten Runde hatte er dadurch einige Fehlerpunkte weniger.

Trials.at:
Du bist ja auch Importeur von Torrot Elektrofahrzeugen, die ja letztes Jahr GasGas gekauft haben – was gibt es Neues am Elektrosektor?

Andi:
Unser Vertriebssystem in Österreich funktioniert sehr gut, wir haben dafür einen eigenen Außendienstmitarbeiter.
Bei den Elektrofahrzeugen für Kinder ist der Stand der Dinge ok, bei den Fahrzeugen für Erwachsene, stecken alle Hersteller noch in den Kinderschuhen. Hier ist vor allem die Entwicklung an den Batterien voranzutreiben. Torrot setzt stark auf den Elektroboom. Man wird sehen, wie sich das Ganze entwickelt, ein Projekt für die Zukunft ist es allemal.

Trials.at:
Danke für das Gespräch. Wir hoffen, Dich bei mehreren Rennen wieder sehen zu können.

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